Mittwoch, 31. Oktober 2012

Waldseerunning

Laufen am Dienstag.
Wer kennt die Strecke?

Da ich Jenny versprochen hatte, ihren Hintern regelmäßig in den Wald zu quälen, ging es am Dienstagmorgen nach Langen. Jenny wohnt direkt am Waldrand, quasi ums Ecke vom Langener Waldsee. Nach unserer Runde einhoppeln (dieses Mal 3min Laufen, 1min Gehen) bin ich für meinen eigenen Lauf losgezogen - 9km in 6:45min. 

Leider gestaltete sich die Streckenplanung mal wieder etwas... kreativ. Waldwege die einfach enden oder zu dornenüberwachsenen Trails werden - ich sollte einfach bei "langweilig" bleiben, was das Laufen gehen. 
live beim laufen verwackelt
Das Wetter ließ auch deutlich zu wünschen übrig, was dennoch einige von Hundespatziergängern mit Pilzsammeltüten nicht davon abhielt, durchs Unterholz zu stapfen. Der Waldsee, den ich an diesem Tag umrundete, lag eher etwas trostlos da und insgesamt half die Aussicht, gleich auch noch zur Arbeit zu müssen nicht wirklich weiter. 

Dennoch habe ich mich wohl langsam auf die 6:45 eingeschossen, und die Beine machen willig mit. Vielleicht sollte ich auch in Zukunft einfach mehr Sorgfalt ins Warm Up legen, das ist mir in den letzten Tagen mehrfach aufgefallen.



Dienstag, 30. Oktober 2012

Recap: Woche 8

Mal wieder gemischte Gefühle zur Woche. Mit dem Montag und Dienstag hat alles gut angefangen, von Freitag bis Sonntag hatte ich allerdings Besuch, was die ganze Sportsache etwas schwierig gemacht hat.

Den langen Lauf habe ich auf Samstag verschoben, am Donnerstag noch ein paar Intervalle eingeschoben, dafür musste der Lauf am Sonntag aus Zeitgründen ausfallen. Anfeuern dreier Kollegen beim Frankfurt Marathon war wichtiger :) 

Insgesamt waren es dann doch 31 Laufkilometer in der Woche, was sich meiner Meinung nach sehen lassen kann. 

Für die nächste Woche steht vor dem Hugenotten-Duathlon pseudo-Tapering an, was mir auf Grund des vollgestopften Terminsplans entgegen kommt. 

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Mit dem Rad zur Arbeit

Die neue Woche wollte ich schon mal besser als die Alte beginnen: mit dem Rad zur Arbeit.

Nachdem der Lauf gestern doch etwas kürzer ausgefallen war, sollte das also kein Problem darstellen. Neben meinem Job als Angestellte im Einzelhandel bin ich auch noch Selbstständig und fahre deshalb mehrfach die Woche Richtung Rödermark um dort zu arbeiten.

Der Montag brachte strahlenden Sonnenschein und Temperaturen um die 20°C, was für Oktober extremst angenehm ist. Großartigstes Herbstwetter, bunte Bäume, da Wochentags kaum Leute auf der Straße, und eine neue Route zum Ausprobieren.

Offenbacher Stadtwald
Los gehts wieder Richtung Bürgel, quer durch die Pampa und über die Eisenbahnbrücke, am Schneckenberg vorbei durch den Stadtwald zum Stadion und dann weiter Richtung Heusenstamm. Ab da ein Stück der Route, die ich vorletzte Woche gefahren war, wunderschönster Sonnenschein und nette kleine Trails, die vor lauter Laub kaum noch zu sehen waren.

Dann quer durch den Wald Richtung Rodgau - unmengen an Pilzen, mehr Laub und diverse Rentner mit Plastiktüten bewaffnet. Dazu Seen die herrlichst im Sonnenlicht glänzen. So lässt es sich aushalten.

Suchbild: Finde den Trail
Zwischendurch fällt mir ein, dass ich ja mal ausprobieren wollte, wie schnell ich mit dem MTB sein kann, weshalb ich ein paar Sprintintervalle auf den graden Waldautobahnstücken einlege. Nicht schlecht. Mal sehen was da im Wettkampf geht. Ich merke, dass die Beine langsam mehr Kraft bekommen. Leider liegt mein Pulsgurt immer noch in Langen, also habe ich keine Ahnung, wieviel Anstrengung mich die Sprints tatsächlich gekostet haben.

Nach einer Stunde meldet sich mein Hintern wieder. So langsam geht er mir gehörig auf den Keks. Anscheinend mag er sich einfach nicht mit dem MTB-Sattel anfreunden. Und das, obwohl ich die gute Radhose trage. Ich werde mir wohl etwas einfallen lassen müssen.

Zum Glück ist es nicht mehr weit. Nach knapp 1,5h Fahrzeit komme ich am Ziel an und hüpfe kurz vor Arbeitsbeginn nochmal unter die Dusche.

Und was kann euer Arbeitsweg so?


Montag, 22. Oktober 2012

Recap: Woche 7

Mir fällt grade kein sinnvoller Titel ein, also muss es der tun.

Die Woche war insgesamt sehr busy. Auf der Arbeit tut sich einiges, uns irgendwie habe ich es geschafft, meinen Sport mit rein zu quetschen.

Am Freitag hätte eigentlich noch eine Tempo-Einheit im Laufen angestanden, aber die beiden Tage vorher haben mir ziemlich den Rest gegeben, sodass der Schweinehund am Freitag triumphierend neben mir auf dem Sofa liegen durfte. Samstag war dann arbeitstechnisch kein Sport machbar, sodass erst Sonntag wieder was ging.

Am Samstag habe ich ausserdem den Fehler gemacht, mir mal die Ergebniszeiten vom Hugenotten-Duathlon 2011 anzuschauen, und einen riesen Schock zu bekommen. So wie das aussah, hatte ich nicht nur gute Chancen letzter zu werden, sondern auch, vor Zielschluss gar nicht anzukommen.

Nachdem sich der ersten Hormonstoß gelegt hatte, fiel mir ein, dass es ja keine 5km sondern 4,5 waren, was die Sache nicht deutlich besser machte, aber zumindest ein bisschen. Das letzte Drittel dürfte ich wohl schaffen. Wobei ich keine Ahnung habe, was ich so auf dem MTB an Geschwindigkeit zusammenstrampeln kann. Hoffentlich wird es matschig, damit die Crosser im Nachteil sind. Muahahaha.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Bloggerlaufen

Sonntagmorgen. Langer Lauf. Nach den zwei Tagen Pause hätte ich ja gerne einfach weiter geschlafen. Aber zum Glück war ich verabredet, was dann sogar den Schweinehund überzeugt hat.

Zum Glück bin ich etwas früher aufgestanden als normalerweise, denn Claudi ist 10 Minuten zu früh dran und fragt ob sie noch kurz ihre Jacke ablegen darf. Klar darf sie, und um sie Willkommen zu heißen platziert die dicke Katze erstmal einen riesigen, unglaublich widerwärtig stinkenden Haufen im Katzenklo. Na Super. 

Nach dem Fechenheimer Volkslauf hatte ich erstaunt in meinem Feedreader einen gleichnamigen Artikel gefunden, und daraufhin festgestellt, dass die gute Claudi nur einen Katzensprung (ok, große Katze) von mir entfernt wohnt, und wir auf einem ähnlichen Level liegen dürften. Nach einer ziemlich lustigen E-Mail Konversation haben wir uns dann zum Laufen verabredet, sehr zum Ärgernis des Schweinehundes eben. 

Wir laufen zum Main runter und es ist ziemlich frisch. Claudi erzählt, dass sie gestern einen Berglauf gemacht habe. Da wären Berge bei gewesen, und die hochzulaufen hätte dafür gesorgt, dass ihr Hintern sich jetzt ordentlich meldet. Nach der Aktion am Mittwoch kann ich das mehr als nachvollziehen und bekunde meine Anteilnahme. 

Ich ärgere mich darüber, dass ich meinen Pulsgurt bei Jenny habe liegenlassen. Wobei das bei dem Tempo eigentlich auch egal ist. GA1 ist solange man sich noch unterhalten kann, ohne Schnappatmung zu bekommen. Oder so. 

Eigentlich stehen 12km auf dem Plan, aber aufgrund des geplagten Hinterns von Claudi, und weil ich später auch noch Termine habe beschließen wir, das ganze ein Wenig abzukürzen. Wir laufen über die Brücke nach Fechenheim, die Volkslaufstrecke entlang, dann wieder über die Brücke, ein bisschen über die Felder, am Badesee vorbei und wieder zurück zum Main und zur Heimat. 

Zwischendurch traben Vereinskollegen von Claudi an uns vorbei und hoppeln kurz nebenher. Ich erkenne die Beiden, die ich beim Volkslauf gesehen hatte, und bei denen ich mich gefragt hatte, warum Best Worscht den Verein sponsort. Sie wären seit 8 Uhr unterwegs. Man würde für den Frankfurt Marathon trainieren. Ich bin beeindruckt und überlege schlagartig, ob ich tatsächlich diesen ganzen Marathon und Ironman Quatsch machen will. Der Schweinehund läuft kichernd nebenher. 

Vermutlich muss ich nicht dazu sagen, dass wir die ganze Zeit wild am quatschen waren. Insgesamt ist so ein langer Lauf zu zweit doch deutlich abwechslungsreicher als allein. Claudi scheint diese Meinung zu teilen. Jedenfalls kann ich ziemlich gut verdrängen, dass mir die Beine dann irgendwann schon ziemlich weh tun, und wir verabschieden uns mit der Hoffnung auf eine eventuelle Wiederholung der Veranstaltung. 

Freitag, 19. Oktober 2012

Schwimmtraining

Schwimmen. Ja, auch mal wieder. Und heute (mal wieder) mit Jenny. Ich hatte meine Schwimmsachen mit zur Arbeit geschleppt und mich danach in den Zug nach Langen gesetzt um die letzten zwei Stunden im Schwimmbad noch zu erwischen.

Ausnahmsweise hatte ich sogar mal wieder einen Plan. Naja ok, ich hatte irgend einen Plan aus meinen E-Mails gefischt und ihn dann zusammen mit Jenny abgewandelt. Es wurden dann tatsächlich doch 2km, wobei mir nach knapp einem bereits die Arme extrem weh taten. Das hinderte mich allerdings nicht daran, mit meinen Technikübungen die auf der gleichen Bahn schwimmenden Triathleten zu überholen, die davon zunehmend genervter wurden. Was kann ich denn dafür, wenn ich ohne Arme schneller schwimme als du mit?!

Insgesamt recht unspektakulär, Jenny hatte es eilig, weil sie am nächsten Tag nach Istanbul fliegen würde und noch jede Menge Kram für die Arbeit zu erledigen war und ich war platt und hatte nicht mehr die Kraft Wiederspruch einzulegen. Immerhin geschwommen.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Popoaua


Mittwoch war Radeln angesagt. Also eigentlich eine Koppeleinheit, da ich nach Langen zu Jenny radeln wollte, und mit ihr eine lockere Runde laufen.

Das geradel ging eigentlich ganz gut los. Ich habe mich etwas über die Baustelle geärgert, die mir in Bürgel immer noch den Weg versperrt, die sich aber ganz gut umfahren lässt.
Die Strecke stellte sich als gelinde gesagt: "realtiv ätzend" heraus. Die letzten Tage hatte es etwas geregnet, und die Wege waren an vielen Stellen aufgeweicht. Als wäre das nicht schlimm genug (ich habe eigentlich nichts gegen Matsch, aber so auf Dauer kann er schon mal nerven), ist jetzt wieder die Zeit der Holzfäller gekommen, die mit ihren Riesenmaschinen den Waldboden in eine Sumpflandschaft verwandeln, und die Wege zum Teil so gut wie unpassierbar machen.

Zudem wurde mir mein Versuch, mal wieder ein paar "nicht so befahrene" Wege oder Trails zu finden zum Verhängnis. Die Wege waren zermatscht und zum Teil nur unter extremen Anstrengungen passierbar, zum Teil hatte ich mir auch zielsicher Reitwege ausgesucht und durfte mich durch knöcheltiefen Sand quälen. Wie ich es geschafft habe, nicht vom Rad zu fallen ist mir schleierhaft.

Mit dem Versuch, das Schlimmste zu vermeiden fuhr ich mal wieder eher Schlangenlinienmäßig um meine Route herum statt an ihr entlang und entdeckte dabei eine relativ skurile Gedenkstelle, die dem letzten Wolf von Dreieich gewidmet ist. Das Internet beantwortete meine Frage, warum das denn ein Sten ist, auf dem Stock steht damit, dass es urprünglich ein Stock war, der aber kaputt gehauen wurde (wie das halt im Wald mit Gedenkstädten so passiert) und der daraufhin von einer Gruppe engagierter Senioren ersetzt wurde. Wozu der Stein ein Dach braucht, ist mir allerdings schleierhaft.

Der letzte Wolf wurde dort übrigens 1784 geschossen, weshalb ich mich relativ sicher fühlte, als ich auf der danebenstehenden Bank eine kleine Pause einlegte.


Auf dem letzten Drittel des Weges meldete sich mein Hintern dann zu Wort und beklagte sich über die miese Behandlung die ich ihm zu Teil werden ließ. Ich legte die letzten Kilometer fluchend, und zum Großteil im Stehen zurück - kurz von einer älteren Dame angehalten, die sich beim Spatzierengehen wohl verlaufen hatte und der ich den Weg zeigen musste.

Bei Jenny angekommen war ich fix und fertig. Statt der geplanten 3min bis zum Lauf wurden es 10, war mir aber mittlerweile auch egal war. Jenny jammerte über ihren Hintern und ich über meinen und im Grunde war damit alles gesagt. Weil Jenny dann auch ncoh über ihre Beine jammerte, legten wir die 3km Runde als Run-Walk-Run zurück und schwätzten uns dabei die Seele aus dem Leib.

Eine Dusche und eine Zugfahrt später fühlte ich mich dann tatsächlich wieder wie ein Mensch. Der Hintern grummelt nach wie vor beleidigt vor sich hin.